Verständlichkeit ist die Höflichkeit des Wortes ...

 
Für das geschriebene wie das gesprochene Wort gilt: Verständigung und Verständnis kommen erst zustande, wenn das, was der Eine sagt, auch vom Anderen verstanden wird. Das ist aber gerade bei komplexen Sachverhalten nicht immer selbstverständlich. Das folgende Glossar möchte dazu beitragen, den Inhalt von Begriffen zu verdeutlichen. Und das fängt schon mit dem Begriff "Glossar" an:
 
Glossar
[griechisch glossa »Zunge«, »Sprache«] das; Literaturwissenschaft: fremdes oder ungebräuchliches Wort, dann die Übersetzung oder Erklärung eines solchen Wortes.
 

Betreibergesellschaft
Über ein Betreibermodell lassen sich in idealer Weise notwendige Investitionen in die Energieerzeugung vor Ort oder auch der Betrieb komplexer Versorgungsaufgaben darstellen.

Für alle Energiefragen haben Sie in Zukunft nur noch einen Ansprechpartner – die Projekt- bzw. Betreibergesellschaft. Sie verpflichtet sich zur Markttransparenz, betreibt die Erzeugungsanlagen auch mit Ihrem Personal, agiert am Energiemarkt und sorgt für Ihre sichere und zukunftsweisende Energieversorgung. In dieser Gesellschaft sind in der Regel Sie, die GWE und ggf. weitere Beteiligte vertreten. Den Grad Ihres Engagements bestimmen Sie selbst. Die Betreibergesellschaft setzt die effizientesten Techniken zur Energieerzeugung ein, die heute verfügbar sind. Ob eine Kraft-Wärme-Kopplung vor Ort oder Fremdbezug. Oder von beidem etwas – Sie bekommen eine optimale, sichere und marktflexible Energieversorgung.
nach oben

Blockheizkraftwerke (BHKW)
Blockheizkraftwerke (BHKW) basieren auf dem technischen Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung und sind quasi der kleine Bruder großer Heizkraftwerke. Ein BHKW besteht im Wesentlichen aus einem herkömmlichen Gas- oder Dieselmotor, der einen Generator zur Stromerzeugung antreibt. Die hierbei anfallende Abwärme wird für die Heißwassererzeugung eingesetzt. Darüber hinaus ermöglicht die Nutzung der hohen Temperaturen der Motorabgase prinzipiell auch die Erzeugung von Dampf. Während der Sommermonate, in denen wohl Strom, aber kaum Raumwärme benötigt wird, kann mittels Absorptionsanlagen zusätzlich Kälte bereitgestellt werden. Da der Gas- bzw. Dieselmotor meist auf einem festen Rahmen mit dem Generator montiert angeliefert wird und aus Schallschutzgründen vollständig ummantelt ist, wird hierfür der Begriff "Blockheizkraftwerk" verwendet.
nach oben

Contracting
[englisch to contract »einen Vertrag schließen«] das; Finanzierungsform von Investitionen zur Effizienzverbesserung im Energiebereich, bei der Investitionstätigkeit und Finanzierung entkoppelt sind. Contracting liegt vor, wenn z.B. ein Energieversorgungsunternehmen auf eigene Kosten die Haustechnik eines Stromabnehmers modernisiert und dafür die eingesparten Betriebskosten erhält.
 
Somit handelt es sich also beim Contracting zumeist um von Energieversorgern oder Anlagenbauern entwickelte Finanzierungsmodelle, die oft an Eigeninteressen geknüpft sind und deshalb häufig nur partielle Lösungen beinhalten. Die GWE agiert dagegen ganzheitlich aus dem definierten Nutzerinteresse der geschlossenen Energiepartnerschaft.
nach oben

Emissionshandel
Das Emissionshandelssystem soll die Industrie dazu veranlassen, weniger Energie zu verbrauchen und so die durch den Ausstoß von Kohlendioxid mitverursachte globale Erwärmung bremsen. Das Modell sieht vor, dass ein Treuhänder die Emissions-Zertifikate einer Branche verwaltet und dafür sorgt, dass die Branche nicht mehr Schadstoffe emittiert als ihre Emissionsrechte zulassen. Überschüssige Rechte können an einer Börse an andere Branchen verkauft werden, die zu viel emittieren. Zudem stellt der Emissionshandel ein aus ökonomischer Sicht effizientes Instrument zur Verbesserung der Umweltqualität dar. So lassen sich angestrebte Umweltziele zu den geringst möglichen Kosten erreichen, wenn sich ein funktionsfähiger Markt herausgebildet hat.
 
Im Prinzip funktioniert der Emissionsrechtehandel wie folgt: Emittenten wird vom Staat eine absolute Emissionsgrenze zugewiesen. Sie erhalten also die Erlaubnis, die entsprechende Emissionsmenge in die Atmosphäre abzugeben. Entscheidend dabei ist, dass Emittenten über ihre festgelegte Emissionsmenge hinaus emittieren dürfen, wenn sie eine entsprechende Anzahl an Emissionsrechten (von Emittenten, die unter ihrem Limit bleiben) erwerben. Da Emittenten mit hohen Vermeidungskosten Emissionsrechte hinzukaufen und Emittenten mit niedrigen Vermeidungskosten Emissionsrechte verkaufen, lassen sich die Umweltziele kosteneffizient erreichen. D.h., Emissionshandel bewirkt unter Ausnutzung der Marktmechanismen, dass die zur Erreichung eines bestimmten Umweltzieles erforderliche Emissionsminderung genau dort realisiert wird, wo sie mit den geringsten Kosten verbunden ist. Am Markt stellt sich ein Preis für die Emissionsrechte ein, der Angebot und Nachfrage zum Ausgleich bringt. Dieser Preis, der beim Verkauf von Emissionsrechten erzielt werden kann, setzt auch in dynamischer Hinsicht Anreize, durch Forschung, Entwicklung und Innovationen weitere Minderungspotenziale zu erschließen.
nach oben

Energiepartnerschaft
Eine Partnerschaft ist nicht die Summe von Interessen, sondern das Ergebnis von Vertrauen. Deshalb arbeiten wir in definierten Schritten und analysieren am Anfang auf der Basis Ihrer Ist-Situation alle Kostenfaktoren in den Bereichen Strom, Erdgas (Brennstoffe), Wärme und Kälte. Daraus entwickeln wir das Grobkonzept Ihrer künftigen Energie-Architektur entlang der Wertschöpfungskette.
 
Hat unser Konzept Sie überzeugt, entscheiden Sie über Art, Dauer und Inhalt einer vertraglich definierten Energiepartnerschaft
  • Zum Beispiel über die Gestaltung des Beschaffungsportfolios leitungsgebundener Energieträger
  • Zum Beispiel über die Gestaltung einer Outsourcinglösung zur Durchführung notwendiger Investitionen außerhalb des Bilanzkreislaufs Ihres Unternehmens (sog. Betreibermodell)
  • Zum Beispiel über die Vernetzung und Integration Ihres Standorts mit anderen von der GWE betreuten Standorten zu einem virtuellen Kraftwerk.
Gemeinsam setzen wir dann die vereinbarten Inhalte um. Hierbei garantiert unser Management einen optimalen Betrieb der Energieanlagen, die günstigste Beschaffung von Primärenergie sowie die Vermarktung von Überschussenergie.
 
Über unser Energieportfoliomanagement vernetzen wir unsere Partner bzw. die Standorte und nutzen fortlaufend alle Möglichkeiten der liberalisierten Energiemärkte.
nach oben

Energieportfoliomanagement
Energieportfoliomanagement bedeutet die Sicherheit eines Vollstromliefervertrags, verbunden mit den wirtschaftlichen Vorteilen eines Best-Practice-Bezugs.


Der Weg

Das Konzept lautet: Vernetzung und Energiepartnerschaft zwischen Industrieunternehmen und Krankenhäusern unter Nutzung aller Vorteile der liberalisierten Märkte.
 
Das GWE Energieportfoliomanagement bietet die fortlaufende Optimierung dezentraler Energiebereitstellungsstrukturen in einem vernetzten Pool in den Bereichen:
 

Energielogistik

Vernetzung mehrerer Standorte zu einem virtuellen Kraftwerk und Nutzung u.a. des Wettbewerbs zwischen den Energieträgern. Ist Erdgas z.B. knapp oder teuer, wird auf Ölbetrieb umgestellt. Ebenso wird eine Anlage zeitweise abgestellt, falls sich der Strom gerade günstiger über eine andere Anlage des GWE Pools oder am Markt bereitstellen lässt.
 

Energieerzeugung

Ständige Berücksichtigung aktueller Beschaffungskonditionen mit dem Ziel der Eigenerzeugung von Strom nur in den (Stunden- oder Tages-) Perioden, in denen die variablen Grenzkosten der Eigenstromerzeugung geringer sind als die Drittbeschaffungskosten.
 

Energiehandel

(Regelenergie und Überschussvermarktung)
Dezentrale KWK-Anlagen können aufgrund ihrer flexiblen Fahrweise einzeln und in Summe zur Erzeugung von Fahrplanstrom eingesetzt werden. Damit lassen sich zusätzliche Erlösquellen generieren, die dem Einzelunternehmen und dem einzelnen Poolteilnehmer schwer zugänglich sind.
nach oben

GWE Selbstverständnis
Transparenz, Offenheit und Verbindlichkeit sind nicht nur die tragenden Säulen unserer partnerschaftlichen Kundenbeziehungen. Sie gelten auch in unseren interdisziplinär arbeitenden Teams aus Ingenieuren, Naturwissenschaftlern, Technikern, Kaufleuten und Juristen. Wir verstehen uns als lernende Organisation auf der ständigen Suche nach Best-Practice-Lösungen. Freundlichkeit und ein gutes soziales Miteinander dienen diesem Anspruch und sind unabdinglich.
nach oben

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)
KWK-Anlagen erzeugen in einem Kopplungsprozess aus einem Primärenergieträger (meist Erdgas oder Heizöl) Strom und Wärme. Die bei der Stromerzeugung anfallende (Ab-)Wärme wird hierbei einer weiteren Nutzung zugeführt, beispielsweise zur Bereitstellung von Heizwasser, Dampf oder Trocknungswärme, aber auch zur nachgeschalteten Kälteerzeugung (Klimatisierung). Durch die Nutzung dieser Abwärme steigt die Effizienz der Energieerzeugung und Primärenergie wird eingespart.
nach oben

Virtuelles Kraftwerk
"Vom Stand alone zur vernetzten Architektur" – bei der GWE decken sich Anspruch und Wirklichkeit: An unterschiedlichen Standorten sind viele Industrie- und/oder Krankenhausheizkraftwerke im Rahmen einer Energiepartnerschaft miteinander vernetzt. Wir nennen es auch virtuelles Kraftwerk.
 
Der Sinn: Die Vorteile einer industriellen dezentralen Strom- und Wärme-/Kälteerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplung mit den Vorteilen des Energiemarktes verbinden.
 
So schalten wir z.B. eine Anlage ab, weil sich der Strom gerade günstiger über eine andere vernetzte Anlage oder am Markt beschaffen lässt. Oder wir vermarkten die in der vernetzten Architektur gewonnenen Strommengen am freien Markt. Entscheidend ist hierbei immer der günstigste Mix aus Eigenerzeugung und Fremdbezug. Denn es gibt viele Varianten in einem gemeinsamen Bilanzkreismanagement.
 
Hieraus gewonnene wirtschaftliche Vorteile teilen sich sämtliche Teilnehmer nach vereinbarten Schlüsseln – der wirtschaftliche Vorteil gegenüber allen anderen, klassischen Energiedienstleistern überhaupt!
nach oben

Win-Win-Situation
Eine große Zahl abgeschlossener Projekte zeigt, dass durch die Erfahrung eines kompetenten Partners auch komplexe Entwicklungs- und Umsetzungsmaßnahmen erfolgreich und effizient durchgeführt werden können.
 
Konzeptentwicklung, Planung, Projektsteuerung, Organisation, Mittelbeschaffung und Umsetzung übernimmt die GWE. Dies ergibt viele Vorteile für Industrieunternehmen und Krankenhäuser, da Aufgaben gebündelt, Abstimmungsprozesse verkürzt und Fehlentscheidungen vermieden werden.
 
Des Weiteren optimiert die GWE fortlaufend den Anlagenbetrieb und sämtliche Energiebereitstellungskosten transparent, marktnah und flexibel.
 
Unter dem Strich profitieren Sie von der erheblichen Kostenreduktion und wir von der profitablen Führung der gemeinsamen Gesellschaft.
nach oben
GWE Gesellschaft für wirtschaftliche Energieversorgung mbH   |   Hauptstraße 89   |   65760 Eschborn, Deutschland